Die Frage nach den begrifflichen Unterscheidungen, nach den Kategorien, steht am Anfang jeder Wissenschaft, auch der Literaturwissenschaft. Dieser Frage gehen die Beiträge des Bandes nach - aus historischer, methodologischer und theoretischer Perspektive. Die Beiträge, die auf die Vorträge des XIII. Deutschen Italianistiktags 2024 zurückgehen, belegen in einer Vielzahl historischer Einzelstudien - von Dante und Manzoni bis zu den Digital und den Environmental Humanities - einerseits das Bewusstsein für die Grenzen und die Vorläufigkeit jeder Kategorisierung, andererseits die Feststellung ihrer Unverzichtbarkeit, da es ohne Kategorien weder Analyse noch kritischen Dialog gäbe. Die Beiträge zeigen dies sowohl an kanonischen literarischen Texten als auch an neueren Formen und Phänomenen wie der Autofiction oder dem Roman-Essay, bis hin zu Mischformen zwischen Text und Bild und neuen Medien.