Welche Konsequenzen hat die intersektionale Wende für diskriminierungskritische Pädagogiken? Aus der Perspektive unterschiedlicher bildungs- und erziehungswissenschaftlicher Disziplinen sowie praktischer Felder rekapitulieren die Beiträge, wie und als was sich »Intersektionalität« in dem jeweiligen Bereich etabliert hat. Wie wurde das Konzept aufgenommen und verstanden? Ergibt der Begriff »Intersektionale Pädagogik« Sinn oder trägt er zur weiteren Verfloskelung des Intersektionalitätsbegriffs bei? Um diese und weitere offene praktische Fragen zu beantworten, nimmt der Band Grundbegriffe, disziplinspezifische Perspektiven, Lebensphasen und Organisationen in den Fokus.
In Städten ist die (post-)migrantische Gesellschaft verortet. Obwohl Menschen mit (familiären) Migrationsgeschichten große Teile der Stadtbevölkerung stellen - bei Kindern längst in der Mehrheit -, birgt diese Vielfalt keine gleichen Rechte: Gesellschaft und Ökonomie sind von rassistischen Ordnungen geprägt und der Staat ignoriert dies oder trägt durch entsprechende Maßnahmen dazu bei.
Mathias Rodatz zeigt am Beispiel der Stadt Frankfurt am Main, wie aktuelle städtische Vielfaltspolitiken eine andere, gleichberechtigte Stadt versprechen - und unter neoliberalen Umständen doch ins Leere laufen. Er theoretisiert sie als Politiken transnationaler Stadtbürgerschaft, deren Potenzial zu einer tatsächlichen Herausforderung des Staatsrassismus in der Stadt es noch zu realisieren gilt.