-> Alles in Butter (Frankreich/Italien 1972, 95 Min.):
Susan arbeitet als Korrespondentin für eine US-amerikanische Rundfunkgesellschaft in Paris. Sie soll einen Wurstfabrikanten interviewen. Als Susan und ihr Ehemann Jacques, ein linksgerichteter Filmemacher, in dem Werk eintreffen, werden sie von den streikenden Arbeitern festgehalten.
Fünf Tage müssen sie ausharren und werden mit den unterschiedlichen Positionen der Beteiligten konfrontiert.
-> Die Chinesin (Frankreich 1967, 96 Min.):
Es ist Sommer in Paris und Rebellion liegt in der Luft. Während der Semesterferien gründen die Studenten Guillaume, Véronique und Yvonne eine Kommune - teils aus politischer Überzeugung, teils einfach nur aus Langeweile. Zusammen wollen sie den Marxismus-Leninismus endlich in die Tat
umsetzen und immer mit dabei die rote Mao-Bibel.
-> Die fröhliche Wissenschaft (Frankreich/Deutschland 1969, 95 Min.):
Patricia und Émile treffen sich an mehreren Abenden in einem dunklen Filmstudio. Sie fabulieren über das Erfassen und das Verhältnis von Bilder, Tönen, Worten und Zeichen. Sie hören Texte von Descartes und betrachten Werbung in Zeitungen. Ein enthusiastischer Diskurs beginnt.
-> Ein Film wie die anderen (Frankreich 1968, 113 Min.):
In Jean-Luc Godards Dokumentarfilm diskutieren drei Studenten aus Nanterre mit zwei Renault-Fabrikarbeitern über die Ereignisse des Mai 1968. Sie versuchen zu ergründen, was passiert ist, vor allem aber was nicht geschehen ist. Warum haben sich die gemeinsamen Streikparteien so
sehr von einander entfernt?
-> Rette sich, wer kann (das Leben) (Frankreich/Deutschland/Österreich/Schweiz 1980, 87 Min.):
Denise will ihr Leben ändern. Sie kündigt den Job, verlässt ihren Freund Paul und zieht aufs Land. Paul würde auch sein Leben ändern, aber er hat nicht Denises Mut. Stattdessen sucht er Trotz und Nähe bei der Prostituierten Isabelle. Sie zieht in Denises leere Wohnung, aber am liebsten
würde sie auch raus aus der Stadt und weg von den prügelnden Zuhältern.
-> Wie gehts? (Frankreich 1988, 105 Min.):
In der Redaktion einer kommunistischen Zeitung streiten sich ein Redakteur und seine Sekretärin über den Wahrheitsgehalt von Nachrichten und Bildern - ein semidokumentarischer Diskurs über Informationen und Lügen.
-> Wladimir und Rosa (Frankreich/Deutschland 1971, 93 Min.):
Gorin als Wladimir und Godard als Rosa interviewen sich auf einem Tennisplatz. Rosa läuft mit Kopfhörern und Richtmikrofon auf einer Spielhälfte auf und ab, Wladimir tut es ihm mit einem Kassettenrecorder unterm Arm gleich. Wie bei den Marx Brothers entpuppt sich ihr Slapstickspiel als Akt
der filmischen Revolte - ein Diskurs über Politik und Kino.
-> Hier und anderswo (Frankreich 1976, 53 Min.):
"Hier" sitzt eine französische Familie vor dem Fernseher. Von "anderswo" kommen die Bilder der palästinensischen Revolution. Beides verbindet Godard mit einem "und". Und genau dieser Beziehung geht er in seinem Dokumentarfilm nach.